Tierheim Triple A Spanien-Marbella

Das Leben der Tiere im Tierheim von Marbella

Tierheim Spanien-Andalusien-Marbella

Verfasst von tripleamarbella am April 17, 2008

Im folgenden möchten wir Ihnen einen Bericht nicht vorenthalten, über                  
Eindrücke einer Pflegestelle über das Tierheim in Spanien. Die Pflegestelle
plante den Jahresurlaub und das Ziel war nach der regelmäßigen Beschäftigung
mit den spanischen Hunden bald klar – Malaga. Natürlich war dann ein Besuch
im Tierheim mit eingeplant. Für Außenstehende, Bewerber für einen der Hunde,
aber auch allen anderen ist das sicher alles kaum vorstellbar. Wie geht es
den Hunden dort wohl, die man sonst nur auf einem Foto sieht. Wie schön,
wenn man dann Eindrücke von Menschen bekommen kann, wie diese das Leben der
Hunde in Spanien beurteilen. Hier der Bericht des Besuches.
Hallo,
muss mich erstmal hier sortieren:-)) Ganz schön kalt hier… Wie  geplant,war ich während unserer Reise durch Andalusien auch bei dem  Tierheim, für das Jannadogs sich in Deutschland engagiert, da ich mir das  alles mal genau anschauen wollte. Also folgten wir der Wegbeschreibung von
Triple A und zunächst waren wir ziemlich sicher,dass wir uns verfahren hatten. Man fährt von einer normalen Strasse auf so eine Rumpelstrecke und quasi an einer Mülldeponie vorbei und wenn man dann einen Berg
hinaufwackelt, da denkt man: Nee.Hier kommt nichts mehr. Tja,und DA ist dann der Eingang zum Tierheim. Irgendwie drängten sich Gedanken wie  „lebloser Müll“ da und die „Wegwerftiere“ hier. Ich wußte nämlich schon  von der Pflegestellenbetreuung,dass längst nicht alle Tiere hier immer Strassentiere waren,sondern dass man sich hier in Spanien sehr gerne Welpen anschafft und sie,wenn sie nicht mehr klein und süß sind, quasi „weggeworfen“, ausgesetzt, zurückgebracht werden. Als ich das Gelände betrat,bekam ich dann auch wirklich einen kleinen Schock. Die Hunde, alle total aufgeregt, bellten alle gleichzeitig los und stürmten an die Zäune der Gehege. Auf dem Gelände liefen auch ein paar Hunde frei rum,was die in den
Käfigen auch wieder aufregte, plus ich als fremde Person.Und da es regnete,konnten sie nicht so in die größeren Freigehege und alles war schon ziemlich eng und voll und STRESS pur für die ganze Truppe. Alle wollten unbedingt gestreichelt werden, nicht einer hat nach mir geschnappt,nur gegenseitig waren sie furchtbar eifersüchtig und gerade die scheueren Hunde kamen erst gar nicht zum Zug.Ich dachte:“Wer hier
arbeitet muss eigentlich Nerven wie Drahtseile haben. Und dann lernte ich erstmal Bettina kennen, die dort das Tierheim und die Hunde – speziell die Katzen betreut. Bettina hatte allerdings kaum Zeit, da an dem Tag Katzen reisefertig gemacht werden mussten. Hilfe bekam ich dann von einer Praktikantin, Nadja. Sie studiert und möchte Tierärztin werden. So eine ehrenamtliche Aushilfe in einem spanischen Tierheim ist dort absolut Gold wert, aber sicher auche eine gute Praxisübung, denn da gibt es immer was zu tun. Sie hatte ein bisschen Zeit für mich. Mein Mann saß lange bei unserem schlafenden Sohn im Auto und kam nur kurz gucken. Er hat es aber nicht lange ausgehalten. Ihm hat der Gestank zugesetzt und ausserdem konnte er das viele Hundunglück nicht so gut aushalten. Ich hab mich schnell an den Gestank gewöhnt (das“Spritzwasser“,das durch die Hundepfoten bis ins Gesicht spritze…na ja,schön ist das nicht, aber die ganzen Nasen,die sehnsüchtig gestreichelt werden wollten, – da konnte ich den Ekel schnell vergessen und hab einfach ein versucht zu streicheln. So viel liebe Wesen.

In der Welpenstube war auch viel los, es gibt schon wieder Welpen,Welpen, Welpen. Bettina meinte, leider schaffen es nicht alle Welpen vier Monate alt zu
werden. Ich bin ein paar Stunden dort geblieben und hab einfach versucht, nicht im Weg zu sein und alle Hunde mal ein bisschen zu kraulen. Zwischendurch kam mal die Sonne raus,alle dösten ein bisschen vor
sich hin, bis wieder das Tor aufging und weitere Fremde erschienen. Da ging das ganze bellen und sich aufregen wieder von vorne los.Mit schwerem Herzen bin ich dann wieder ins Auto gestiegen und hab mir vorgenommen,diese Eindrücke für alle zu schildern(denn auch ich weiß,wie schwer es ist einen
Hund nur nach Foto auszuwählen). Ich bin nach diesem Besuch sicher, dass sie es alle verdient haben, eine zweite(vielleicht sogar die erste) Chance zu kriegen. Strassenhunde haben wir eignetlich immer mal wieder gesehen. Jedesmal war da für uns die Frage, soll man das Tier einfangen, zu Triple A
bringen, oder hat es vielleicht doch ein Zuhause (auch wenn es nicht danach aussieht)?
Noch schlimmer war es, Hunde zu erleben, die von ihren Besitzern wohl nur zur Jagd rausgeholt werden,ansonsten aber ein schlimmes Dasein an der Kette fristen. Diese Hunde waren oft in Gruppen aber doch jeder an seiner Kette, manchmal ohne jeglichen Schutz vor Sonne oder Regen. Die haben sich
stundenlang die Seele aus dem Leib gebellt. Und das war weit schlimmer als die Strassenhunde,die wenigstens ihre Freiheit hatten. Es hat mir richtig wehgetan mir vorzustellen,wie so ein Leben für einen Hund sein muss.
Am letzten Tag des Urlaubes lernten wir dann auch näher kennen wie es Hunden ergeht, die sich auf der Straße durchschlagen. Am Strand von Maro, eine ganz kleine Bucht östlich von Nerja (östlich von Malaga) lernten wir eine der Straßenhunde kennen. Eine traumschöne liebe Podenka. Laut
Restaurantkellner trieb sie sich erst seit 2 Wochen da rum. Er gibt ihr abends Reste zu fressen. Sie war so lieb, hat mit uns auf der Decke im Schatten gelegen. Hunger hatte sie nicht, nur unser Wasser hat sie
getrunken. Der Kellner hat gesagt, ich kann sie mitnehmen, aber ich musste ca. 2 Stunden später am Flughafen einchecken. Er war sehr nett, er füttert sie auch, aber ich konnte nicht genug spanisch um wirkliche Verständigung zu erlangen. Er füttert sie weiter, aber ich frag mich immer noch, ob ich bei
Triple A hätte Bescheid sagen sollen. Es ist halt schon weit weg von denen, aber vielleicht kennen die ja in der Gegend auch noch Tierschützer. Es gibt da keine Hundefänger hat der Kellner gemeint. Sie lag da im Schatten, nicht hungrig. Hat mit einer riesen Heuschrecke gespielt. Als wir gingen ist sie noch mal aufgestanden und hat sich streicheln lassen. Halten sie mich nicht für verrückt, aber ich hab sie gefragt, ob ich sie mitnehmen soll, und sie hat sich streicheln lassen und dann wieder hingelegt. Wär sie mir hinterher gekommen, ich hätte es nicht übers Herz gebracht sie da zu lassen. Aber so wußt ich nicht, ob das richtig wäre. Der Kellner meinte übrigens es seien 2 Hunde (falls ich das richtig verstanden hab) aber ich hab nur einen gesehen. Mein Mann war auch total berührt von der Begegnung. Sie war völlig lieb, mein Sohn ging sogar mal auf sie zu als sie im Schatten lag, sie lag so, dass sie nicht ausweichen konnte und sie war total relaxed.

Im Tierheim habe ich sogar auch ein paar Hunde wiedererkannt, die ich
bereits auf der Internetseite per Foto gesehen hatte. Das war schon komisch,
irgendwie ein bisschen als ob man die Hunde kennt;-) Eine ältere
Spanielhündin machte einen sehr lieben zurückhaltenden Eindruck! Und ich
glaub,diese kleine rauhaarige Welpin – die war ein Mordsfeger;-))) Ganz
aufgeweckt und frechsüß. Dann war da noch so ein kleiner Podenkojunge, der
hatte so Jack Russel-Größe, der war auch sooo süß. Ach mein Gott, da waren so
viele tolle Hunde, große, kleine, und sie haben Recht, die größeren, die
wirken oft ruhiger und lieber als die kleinen Feger.

Jetzt reichts aber für heute. Sorry fürs zuvielschreiben, aber das war alles
so beeindruckend/aufregend. Ich hab mich jedenfalls noch mehr in diese Hunde
verliebt …..

2 Antworten zu “Tierheim Spanien-Andalusien-Marbella”

  1. Wir ziehen zum Jahres Ende nach Andalusien, bin jetzt eine Pflegestelle für Griechenland. wenn ich dort bin und ein Haus gefunden habe, wollte ich weiter machen mit Hunde muss aber erst ein passendes Gründstück finden. Viele Liebe Grüße Geli

  2. Christof Sassen sagte

    Interesiremich för eine stelle als freiwiliger helfer in ihrem Tierheim. Für einen längeren zeitraumm ca ein jahr(+).
    Spreche Spanich. bin 50 jahre,rentner.

    bitte mellden sie sich.

    Ch.Sassen.

    Danke.

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